Geschichte

Über Musketiere: Historische Hintergründe

Musketier bezeichnete im Laufe des 16. Jahrhunderts bis Ende des 17. Jahrhunderts schwerbewaffnete Fußsoldaten und Teile der Kavallerie. Benannt wurden sie nach ihrer Waffe, der Muskete. Bekannt ist der Begriff vor allem durch den Roman des Franzosen Alexandre Dumas. 
"Die drei Musketiere" - Les trois mousquétaires (1844).
Dumas veröffentlichte zahlreiche weitere Werke wie 

(1845) Zwanzig Jahre später - Vingt ans après 
(1845) Die Bartholomäusnacht (auch unter Die Königin Margot erschienen) - La reine Margot 
(1846) Der Graf von Monte Christo - Le Comte de Monte-Cristo 
(1848) Der Mann in der eisernen Maske - Le Vicomte de Bragelonne 
(1850) Die schwarze Tulpe - La Tulipe noire 
(1849) Das Halsband der Königin - Le Collier de la reine 
(1869) Der Graf von Sainte-Hermine - Le Chevalier de Sainte-Hermine


Die Geschichte der Musketiere und das Symbol der Lilie 
Die Historie der Musketiere, der Leibgarde französischer Könige, begann mit Heinrich IV. der eine Kompanie von Edelleuten bildete, die mit Karabinern als Waffen ausgestattet wurden. Nach ihm ersetzte Ludwig XIII. diese Gewehre durch Musketen, die seit Anfang des 16. Jahrhunderts in Frankreich eingesetzt wurden. Diese Waffen nun gaben der Gruppe ihren Namen: unter Ludwig XIV. entstanden zwei Gruppen: die "mousquetaires gris" und die "mousquetaires noirs" – entsprechend der Farbe ihrer Wappenröcke. Sie waren zu Pferde in je einer Gruppe zu 250 Edelmännern und umgaben den König direkt und besonders auf Feldzügen. Bekannt wurden die Musketiere vor allem durch ihren Mut, ihre Fechtkunst und ihr Draufgängertum. Aufgelöst wurde diese Truppe 1815. 

D'Artagnan, der Held des Romans von Alexandre Dumas und diente von 1644- 1673 als „mousquetaire gris“ unter Ludwig XIV. Auch Dumas Helden Athos und Aramis lebten tatsächlich zu dieser Zeit und trugen die Namen Armand de Sillegue d'Athos bzw. Henri d'Aramitz. Als junger Mann hatte Dumas 1832 eine Reise durch die Schweiz unternommen. Station machte er auf dieser Reise auch in Konstanz und auf dem Arenenberg. Eine Gedenktafel am Fischmarkt erinnert noch heute daran. Von Konstanz hatte sich Dumas viel versprochen, gefallen hat ihm die Stadt dann aber nicht. 

 

Fleur-de-Lys 
Die heilige Königin Chrodechild empfängt von einem Engel die Fleur-de-Lys und überreicht sie ihrem Mann, König Chlodwig I. (Darstellung aus dem Stundenbuch des Duke of Bedford, um 1423). In der französischen Heraldik ist die Lilie unter dem Namen Fleur-de-Lys oder Fleur-de-Lis („Lilienblume“, „Lilienblüte“) bekannt und steht im speziellem Bezug zu Frankreich als das wohl bekannteste Symbol der französischen Monarchie. In der Zeit des Premier und Second Empire (1804–1815 und 1852–1870) sind die Lilien durch die bonapartischen Bienen ersetzt worden. Für die Krönungsfeier Philipps II. im Jahr 1187 ließ dessen Vater, Ludwig VII., einen blauen Mantel mit eingenähten goldenen Lilien anfertigen. Ihre endgültige Etablierung als königliches Erkennungszeichen erlangte diese Blume durch Ludwig VIII. (1223–1226), der noch als Kronprinz die Azure semé-de-lis Or (blauer Schild mit dicht angeordneten Lilien aus Gold) als sein Siegelzeichen und Schildwappen verwendete. Auch dessen Bruder, Philipp Hurepel, verwendete sie in seinem Wappen, worin ihn sich alle nachfolgenden königlichen Prinzen zum Vorbild nahmen. Um fortan als Angehöriger des „Hauses Frankreich“ ausgewiesen zu werden, wurden die Fleur-de-Lys zum unentbehrlichen Bestandteil im Wappen eines Geblütsprinzen. 1376 wurde die Anzahl der Lilien im Wappen von Karl V. auf drei reduziert, in Würdigung der heiligen Dreifaltigkeit. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lilie_%28Heraldik%29#Fleur-de-Lys

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